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Echtes Christophskraut

(Actaea spicata)

IV — VII Home frische Edellaubwälder
30 — 60 cm indigen LC
Blätter
Geophyt, sm-mont. Die Laubblätter sind 2— 3-fach zusammengesetzt. Der Blütenstand ist eine 2— 5 cm lange Traube. Die Kronblätter sind weiß und zur Blütezeit meist schon abgefallen. Grüne Kelchblätter sind vorhanden, meist aber nur an der Knospe zu sehen. Die Früchte sind oval und schwarz und sollen leicht giftig sein (Lit). Die Art kommt in allen österreichischen Bundesländern vor und ist nur im pannonischen Raum gefährdet (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW. Aufnahme: 27.05.2020 Pucking
 
Blüte
21.04.2009 Pucking
 
Früchte
24.08.2008 Pucking
 
Blätter
Aufnahme: 10.07.2002 beim Oedsee

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1883

"1122. A. spicata L. (Aehrenförmiges Ch. — Schwarzkraut. — Wolfskraut.)
Wurzelstock walzlich, knotig, schief, aussen schwarzbraun, innen gelblich, getrocknet-schwarz, mit starken Fasern besetzt, geruchlos, aber ekelhaft bitter schmeckend, drastisch. Stengel 1—2' hoch, aufrecht, buschigästig, unterhalb kahl, oberhalb flaumig. Blätter gestielt, schlaff, oberseits grasgrün, kahl, unterseits blassgrün, auf den Nerven flaumig, doppelt - 3schnittig oder 3schnittig - doppelt - fiederförmig. Abschnitte eiförmig oder herzförmig-länglich, zugespitzt, ungleich- und doppelt-eingeschnittengesägt, öfter 3spaltig. Blüthen in kurzen, eiförmigen Trauben. Blüthenstielchen mit kleinen Deckblättchen versehen, zuletzt so lang als die reife Beere, wagrecht - abstehend. Kelchblätter verkehrt-eiförmig, innen weiss, aussen röthlich - geschminkt. Afterstaubgefässe spatelförmig, rein weiss. Beeren fast erbsengross, oval, schwarz, von betäubender Wirkung. Die Beeren werden leider zuweilen dem Biere beigesetzt, um es betäubend zu machen und die Wurzel oft der schwarzen Niesswurzel unterschoben, diese Verfälschung ist aber durch salzsaures Eisen leicht erkennbar, indem dieses einem Aufgusse der Christofswurzel eine dunkelgrüne, dem der schwarzen Niesswurzel aber eine weissliche Färbung gibt; die getrocknete Niesswurzel ist kaffeebraun, die Christofswurzel schwarz.
Mai — Juni


An schattigen, waldigen Abhängen, unter Hecken an Waldrändern gebirgiger und subalpiner Gegenden und tertiärer Hügel. Ueber Gneiss, Granit der Mühlkreisberge, z. B. ziemlich häufig um Kirchschlag, im Haselgraben und Magdalena u. s. w., auf tertiären Hügeln des Pfennigberges. Um Linz zunächst am Abhange des Füchsenwäldchens, einige Schritte hinter der Margarethner Anschlussmauer u. s. im Kirnbergwalde. Auf Traunalluvium der Haide, in Wäldchen derselben zerstreut. In Wäldchen um Kremsmünster, Hall, Steyr. Auf Sandstein der Vorberge und auf Kalkvoralpen z. B. auf der Lackneralm bei Windischgarsten im Stoder und Spital. Am Kremsursprung bei Michldorf, am Traunfalle, um Gmunden, Wolfgang, Mondsee. Im Hausruck- und Kobernauserwalde u. s. in allen Kreisen aber sehr zerstreut und meist vereinzelt.
"

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, III. Band (Seite 377), Linz 1883, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 26.02.2026

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